Wir schätzen die Beute der Abzocker im Zuge der "Deutschen Einheit" auf deutlich über 100 Milliarden DM. In diesem Zusammenhang ist auch die Ermordung von Detlef Rohwedder einzuordnen, der als dritter Präsident der Treuhandanstalt angetreten war, Ordnung in das vorhandene Chaos zu bringen...
Vorgegeben war schon frühzeitig ein Stundenverrechnungssatz von 250,00 DM. Bei physisch glaubwürdigen 300 Stunden im Monat hätte sich das Honorar auf 900.000,00 DM im Jahr belaufen. Das war natürlich viel zu wenig für die Liquidatoren... Abhilfe wurde gesucht und gefunden, durch die nachträgliche Umstellung der Honorarvereinbarung von Stundensatz auf pauschal nach Teilungsmasse. Dies führte in konkreten Einzelfällen dazu, dass aus aufgelaufenen 1 Million DM Honorar, plötzlich 7.014.891,96 DM und in einem anderen Fall über 14 Millionen DM Honorar wurden. Spitzenvertreter war ein Liquidator mit 46 Millionen DM Honorar für diverse Mandate. Andere, darunter auch frühere Angestellte der Anstalt lagen zwischen 8 und 26 Millionen DM Honorar. Honorare, die nur für die persönliche, aber nicht messbare Dienstleistung gezahlt wurden. Die eigentlich Abwicklungsarbeit wurde zusätzlich, über qualifizierte Mitarbeiter vergütet und natürlich wurden auch diese Abwicklungsmannschaften aus den Kassen der abzuwickelnden Unternehmen bezahlt.